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  • jenschristianheuer 16:52 am 9. February 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Allergien, , regulatorische T-Lymphozyten, University of Bristol   

    Auf dem Lande aufzuwachsen nutzt dem Immunsystem!

    Erwachsene, die ihre Kindheit nicht in der Stadt, sondern auf dem Lande verbracht haben, bekommen seltener Allergien und Asthma. Diese immer wieder geäußerte Vermutung wurde jetzt erstmals wissenschaftlich bestätigt: http://bit.ly/zj5QRR
    In einer Studie mit Ferkeln an der englichen University of Bristol wurde die eine Gruppe auf einer Farm groß, die andere unter hygienischen Laborbedingungen. Die auf der Farm aufgewachsenen Tiere besaßen als Erwachsene, im Vergleich zu den Labortieren, wesentlich mehr regulatorische T-Lymphozyten, welche eine überschiessende Immunantwort verhindern. Von allen anderen, an der Immunanwort beteiligten Leukozyten besaßen sie dagegen deutlich weniger.

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  • jenschristianheuer 12:25 am 5. February 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Osteocalcin, Osteoporose, Vitamin K   

    Osteoporose und Vitamin K

    In Deutschland wird Vitamin K in der Therapie der Osteoporose leider vernachlässigt! Darauf weist zu Recht die Pharmazeutische Zeitung hin: http://bit.ly/AsGKke
    Eine Gabe von Vitamin K, ergänzend beispielsweise zu einer vorbeugenden Standardtherapie mit Calcium und Vitamin D, senkt die Zahl der spontanen Wirbelbrüche noch einmal deutlich! Bei Einnahme von Antikoagulatien darf Viamin K aber nicht angewendet werden, da beide physiologisch Gegenspieler sind!
    Vitamin K ist wichtig für die γ-Carboxylierung des in Osteoblasten gebildeten Proteins Osteocalcins, das in dieser Form den Einbau von Calcium in die Knochenmatrix unterstützt und damit die Festigkeit der Knochen erhöht. In der nicht γ-carboxylierten Form wirkt Osteocalcin als Hormon auf den Zuckerstoffwechsel. Osteocalcin senkt dann den Blutzuckerspiegel, indem es die Insulinausschüttung fördert und die Insulinsensivität zum Beispiel der Muskelzellen erhöht. Letzteres geschieht indirekt über eine vermehrte Ausschüttung des Peptids Adiponektin aus den Fettzellen.

     
  • jenschristianheuer 23:15 am 30. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: American Heart Association, Arbeitszeiten, Bluthochdruck   

    Lange Arbeitszeiten und Bluthochdruck

    Nach einer Studie der American Heart Association führt schon eine um wenige Stunden verlängerte Wochenarbeitszeit sehr häufig zu Bluthochdruck. Die Untersuchung der University of California in Irvine, an der 24205 Erwachsene teilnahmen und die daher sehr aussagekräftig ist ergab im Einzelnen:Schon bei einer 40-Stunden-Woche steigt das Bluthochdruckrisiko um 14% verglichen mit denjenigen die zwischen 11 und 39 Stunden pro Woche arbeiten. Bei einer Wochenarbeitszeit zwischen 41 und 50 Stunden steigt das Risiko schon um 17% und bei Wochenarbeitszeiten von über 51 Stunden ist das Risiko schon um 29% erhöht, das sind nahezu 1/3 mehr Fälle von Bluthochdruck ! Andere Risikofaktoren waren in allen Vergleichsgruppen gleich verteilt, spielten hier also keine Rolle.

    Lange Arbeitszeiten erhöhen den Blutdruck. Quelle: FTD, Wikipedia

    Ein weiteres Einzelergebnis dieser Studie ist bemerkenswert:

    Bei Büroangestellten und ungelernten Arbeitern wurde um 23% (41-50 Stunden) bzw. 50% ( über 51 Stunden) häufiger Bluthochdruck festgestellt als bei hoch qualifizierten und damit relativ selbstständig arbeitenden Beschäftigten bei jeweils gleicher Arbeitszeit.

    Selbstbestimmte Arbeit und kürzere Arbeitszeiten schützen also vor Bluthochdruck und sind damit gut für die Gesundheit!

    Jens Christian Heuer

    Quelle: American Heart Association

     
  • jenschristianheuer 23:38 am 16. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Säuglingssterblichkeit   

    Eine wirklich gute Nachricht:
    Die Säuglingssterblichkeit ist im Zeitraum von 1990 bis 2009 weltweit zurückgegangen! http://bit.ly/rk0pcf

     
  • jenschristianheuer 22:50 am 16. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Colitis, Darmflora, Probiotika   

    Erfolgreiche Therapie der Colitis (Dickdarmentzündung) mit einem Probiotikum (Bacillus polyfermenticus) im Mäusemodell. http://bit.ly/2jOMaJ Probiotika enthalten lebensfähige Mikroorganismen, die natürlicherweise in größeren Mengen den Darm besiedeln und so andere krankheitserregende Mikroorganismen in Schach halten. Probiotika werden zur Unterstützung oder Wiederherstellung einer gestörten Darmflora eingenommen.

     
  • jenschristianheuer 22:37 am 16. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Impfung, Pneumokokken, Pneumonie   

    Eine Impfung gegen Pneumokokken-Pneumonie (Lungenentzündung durch Pneumokokken) könnte viele Menschenleben retten, gerade auch Kinder in Entwicklungsländern! http://bit.ly/1dMNeP

     
  • jenschristianheuer 20:45 am 16. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: , Stoffwechsel, Weltformel   

    Weltformel des Stoffwechsels: Entzündung als Schlüssel zum Verständnis zahlreicher Krankheiten! Lesenswert! http://bit.ly/yb0Gyb

     
  • jenschristianheuer 19:53 am 16. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Agonist, Antagonist, Rezeptor, Schlüssel-Schloss-Prinzip,   

    Rezeptoren 

    Die meisten Arzneimittel wirken über Rezeptoren. Das sind Strukturen, die normalerweise auf körpereigene Signalstoffe (Hormone, Neurotransmitter) oder auf Außenreize (Rezeptoren der Sinnesorgane) ansprechen, aber eben auch auf Arzneistoffe, welche den Signalstoffen ähneln. Rezeptoren sind wie die Enzyme kompliziert aufgebaute Proteine (Eiweißmoleküle) mit einer Art Tasche als speziellen Bindungsstelle. Sie sind am häufigsten in den  Zellmembranen zu finden, oft aber auch im  Zellplasma oder im Zellkern. Die Tasche ist sogeformt, daß jeweils nur ein ganz bestimmtes, meist viel kleineres Molekül (der Signalstoff) genau hineinpasst, ähnlich wie ein Schlüssel in ein Schloss (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Der passende Schlüssel wird Agonist (Handelnder, „Spieler“)genannt, weil er über eine Verformung des Rezeptormoleküls direkt oder indirekt (über weitere Zwischenschritte) die Wirkung auslöst. 

    Schlüssel-Schloss-Prinzip Quelle: Wikipedia

    Substanzen, die dem Agonisten ähneln, aber nicht genau passen können die Tasche des Rezeptormoleküls blockieren, ohne eine Verformung und damit eine Wirkung auszulösen. Diese sogenannten Antagonisten (Gegenhandelnder, „Gegenspieler“) konkurrieren mit den Agonisten um dieselbe Rezeptorbindungsstelle und heben, wenn sie die Bindungsstelle besetzen, die Wirkung des Agonisten auf.

    Kompetitive und nichtkompetitive Hemmung: Die kompetitive Hemmung eines Agonisten ist reversibel, denn sie lässt sich durch eine erhöhte Konzentration desselben wieder aufheben, erkennbar an der Rechtsverschiebung der Konzentrations-Wirkungs-Kurve (blaue Kurve). Die nichtkompetitive Hemmung ist dagegen irreversibel. Sie vermindert  die  maximale Wirkung des Agonisten dauerhaft oder zumindest solange wie keine neuen Rezeptoren nachgebildet werden (rote Kurve). Bei Konzentrations-Wirkungs-Kurven wird die Konzentration auf der x-Achse logarithmisch aufgetragen. Quelle: Wikipedia

    Ist die Bindung des Antagonisten an den Rezeptor reversibel, dann überwiegt entweder der agonistische oder der antagonistische Effekt, je nachdem in welchem Konzentrationsverhältnis Agonist und Antagonist vorliegen. Die Blockade durch einen Antagonisten kann dann durch die erhöhte Zufuhr des Agonisten wieder aufgehoben werden. Ist die Bindung zwischen Antagonist und Rezeptor dauerhaft, also irreversibel, dann gelingt das nicht mehr.

    Jens Christian Heuer

     
  • jenschristianheuer 19:00 am 16. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Biokatalysatoren, Enzyme, Proteine, Substrat   

    Enzyme als Biokatalysatoren 

    Enzyme sind kompliziert gebaute Eiweißmoleküle (Proteine). Sie kommen in allen Zellen, aber auch außerhalb der Zelle (extrazellulär) vor und wirken als Biokatalysatoren. Katalysatoren beschleunigen oder ermöglichen überhaupt erst chemische Reaktionen, ohne sich dabei selbst zu verändern.

    Enzyme sind sehr wählerische Katalysatoren, denn sie akzeptieren jeweils nur eine ganz bestimmte chemische Verbindung (oder auch mehrere), und vermittlen auch nur eine ganz bestimmte substratverändernde Reaktion. Enzyme sind also substrat- und reaktionsspezifisch.

    Enzyme verfügen über eine Bindungsstelle, die wie eine Art Tasche Platz für das Substrat bietet, welches dort hineinpasst wie ein Schlüssel in sein Schloss. Das Enzym verformt sich dann vorübergehend und geht dabei in die reaktionsvermittelnde aktive Form über.

    Das Enzym bindet ein spezifisches Substrat, welches dann durch eine spezifische Reaktion verändert wird. Quelle: http://www.egbeck.de/

    Enzyme sorgen für einen gerichteten Stoffwechsel, indem sie ganz bestimmte Reaktionen aus all den prinzipiell möglichen auswählen. Enzyme steuern den Stoffwechsel, weil sie ihre Aktivität unter dem Einfluss von Signalstoffen verändern können. Dadurch ist eine Anpassung des Stoffwechsels an die jeweilige Situation möglich.

    Enzyme können auch durch falsche Substrate gehemmt werden, welche zwar in die Tasche passen, aber keine Verformung auslösen. Die Enzymhemmung kann reversibel oder irreversibel sein.

    Jens Christian Heuer

     
  • jenschristianheuer 18:48 am 16. January 2012 Permalink | Antworten
    Tags: Pharmakodynamik, Pharmakokinetik, Pharmakologie   

    Pharmakologie ist die Wissenschaft von den Wechselwirkungen zwischen Stoffen und Lebewesen.
    Die Stoffe können Arzneimittel, aber auch Gifte sein. Oft ist das dosisabhängig!

    Die Pharmakodymanik befasst sich damit, wie die Arznei- oder Giftstoffe wirken, die Pharmakokinetik mit dem, was ihnen im Körper passiert.

    In der Speziellen Pharmakologie geht es um einzelne Arzneistoffe, ihre Eigenschaften und Wirkungen.
    Die Allgemeine Pharmakologie versucht aus den daraus gewonnenen Erkenntissen Gesetzmäßigkeiten abzuleiten, die für alle Arzneistoffe gelten.

     
    • Don 12:23 am 15. April 2012 Permalink | Antworten

      Guten Tag. 🙂

      Werden Sie denn Ihr bisheriges Pharmakologie-Journal (http://pharmakologie.wordpress.com/) auch weiter betreiben oder wird in Zukunft alles hier stattfinden?

    • jenschristianheuer 01:01 am 16. April 2012 Permalink | Antworten

      Pharmakologie2012 ist der Nachfolgeblog!
      Beste Grüße
      Jens Christian Heuer

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